Archiv für Februar 2008

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Mal wieder die Studiengebühren…

Mittwoch, 27. Februar 2008

Kurt Beck forderte die CDU-regierten Länder dazu auf, die Studiengebühren abzuschaffen. «Deutschland kann seinen Wohlstand angesichts des einsetzenden Fachkräftemangels nur bewahren, wenn es gute Bildung für alle bietet und diese nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig macht», sagte Beck der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. Weiter sagte er, die Gesellschaft könne es sich «schlicht nicht leisten, Talente und Fähigkeiten junger Menschen ungenutzt zu vergeuden. Das hat etwas mit sozialer Gerechtigkeit zu tun, aber auch mit ökonomischer Vernunft.» Dabei stütz er sich auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes: Immer mehr Abiturienten verzichten auf ein Studium – vor allem in Ländern mit Studiengebühren.

Beck fügte mit Blick auf unionsregierte Länder hinzu: «Mich wundert es auch, wie man eine Verkürzung der Schulzeit beschließen kann, ohne sich darum zu kümmern, wie Schüler, Lehrer und Eltern es bewältigen sollen, denselben Stoff in kürzerer Zeit zu bewältigen.»

Spickzettel: Es ist ja wohl natürlich, dass zwischen den Parteien Unterschiede bestehen. Doch hier zweifelt Beck die gesamte Bildungspolitik der CDU an. Man möchte es nun als Wertung bezeichnen, doch man (für Baden-Württemberg trifft das in erster Linie Herr Rau [CDU]) sollte sich die Kritik von Beck sich zumindest anhören und darüber nachdenken, statt sie, wie so oft, gleich wieder zurückzuweisen. Wenigsten hier sollte das Wohlergehen des Studenten, bzw. des Schülers der einzige Drund für Entscheidungen sein und kein parteipolitisches Kalkül.

Spickzettel #2: Bevor die Meldung untergeht, sollte man sie hier noch anhängen: Der wohl einzige Student mit Realschulabschluss und zudem noch Ex-Ministerpräsident – die Rede ist also von Erwin Teufel – hat sein Studium ohne Abschluss beendet. Er betont allerdings, dass er nie einen Abschluss angestrebt habe und möchte auch kein öffentliches Resumee über seine Zeit als Student ziehen. Was es bringt ein Studium zu Beginnen, ohne das Ziel einen Abschluss zu machen, muss wohl nicht einleuchten. Dass Teufel kein Resumee zieht, mag am zustand der Uni gelegen haben, zumindest wäre das ausnahmsweise mal einleuchtend.

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Lehrer lässt Nazi-Lied an Schule singen – Versetzung

Mittwoch, 20. Februar 2008

Delmenhorst (dpa) – Wegen des Singens eines Nazi-Liedes im Musik- Unterricht muss ein niedersächsischer Lehrer mit disziplinarrechtlichen Konsequenzen rechnen. Nach Angaben der zuständigen Schulbehörde in Lüneburg vom Mittwoch soll der Beamte, der noch in der Probezeit ist, an eine andere Schule versetzt werden. Bislang unterrichtete er an einem Gymnasium in Delmenhorst. Das niedersächsische Bildungsministerium will prüfen lassen, ob er überhaupt noch als Lehrer tragbar ist. Der Mann ist krankgeschrieben, nachdem ihm ein Amtsarzt Dienstunfähigkeit bescheinigt hatte.

Der Lehrer hatte Anfang Februar ein Nazi-Lied im Unterricht gespielt und Zehntklässler zum Mitsingen aufgefordert. Einige Schüler beschwerten sich anschließend bei der Schulleitung. Der Schulbehörde zufolge handelte es sich um einem einmaligen Vorfall. Der Lehrer sei sehr unbedarft vorgegangen und werde nicht als rechtsradikal eingeschätzt, sagte eine Sprecherin. «Trotzdem ist der Vorgang nicht entschuldbar.» In den Fall hatte sich auch die Staatsanwaltschaft schon eingeschaltet. Die Behörde stellte die Ermittlungen aber ein, weil der Vorfall nicht öffentlich stattgefunden habe.

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Enttäuschte Hoffnungen

Sonntag, 17. Februar 2008

Wie die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtete geht aus einer Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) hervor, dass die Zahl der Studienabbrecher unter den neuen Bechelorstudiengängen – engegen den Hoffnungen der Politiker – deutlich zugenommen hat. An den Fachhochschulen scheitern 39 Prozent in den Bechelorstudiengängen, dagegen insgesamt nur 22 Prozent. Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch an den Universitäten ab: Hier brechen 25 Prozent der Bachelorstudenten ab, insgesamt nur 20 Prozent.

Die Ziele des Bachelorstudiengangs sind damit zumindest zum Teil geplatzt: Geplant war die  Zahl der Studienabbrecher zu verringern und schon nach 6 Semestern zu einem berufsqualifizierenden Abschluss zu kommen.

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«Spiegel»: Tester stoßen auf Sicherheitsmängel in Schulbussen

Sonntag, 17. Februar 2008

München/Hamburg (dpa) – Die Polizei und der Automobilclub ADAC sind einem Bericht des «Spiegel» zufolge bei einer bundesweiten Untersuchung auf Sicherheitsmängel im Schulbusverkehr gestoßen. Wie das Nachrichtenmagazin berichtet, kritisieren die Tester etwa das zu knappe Angebot an Sitzplätzen. Bereits beim Einstieg spielten sich im Gedrängel «dramatische Szenen» ab. Aus Platzmangel seien die Kinder oft gezwungen, auf Stufen im Bereich der Türen zu stehen, obwohl das verboten sei.

Mehrere Busfahrer hielten sich dem Bericht zufolge zudem nicht an das vorgeschriebene Höchsttempo von 60 Stundenkilometern, sondern wurden mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern erwischt. Bei 7 von insgesamt 141 überprüften Fahrzeugen habe der ADAC «erhebliche technische Mängel» entdeckt. Zwei Busse in Nordrhein-Westfalen und ein Bus in Hessen hätten sogar aus dem Verkehr gezogen werden müssen.

Spickzettel: Diesen Test können wir aus Sicht der Schüler, die täglich mit Bussen zur Schule und wieder nach Hause fahren müssen, nur bestätigen. Schulbusse die lange nach dem Ende der letzen Stunde kommen führen zu einem großen Gedränge um die wenigen Sitzplätze. Wer nicht drängelt muss stehen oder gar um einen Stehplatz im Bus bangen, da diese meistens heillos überfüllt sind.