Wollen die Kultusminister sich das Ergebnis Deutschlands nur schönreden? Oder haben die deutschen Schüler tatsächlich besser abgeschnitten?
Es scheint eine reine Glaubenssache zu sein. Fest steht, dass die deutschen Schüler sich auf Platz 6 der 30 OECD-Länder verbessert haben.
Die PISA-Studie hatte sich mit dem Schwerpunktthema Naturwissenschaft beschäftigt und vor allem die Kompetenz der Schüler im lösen lebensnaher Aufgaben untersucht. Die gestellten Aufgaben sind also nicht dem jeweiligen Lehrplan unterworfen. Und hier liegt auch schon das erste Problem der PISA-Studie: Auch wenn die Studie eigentlich unbekannte Aufgaben stellt, so kann es sein, dass je nach Bundesland die Thematik im Unterricht schon behandelt wurde oder eben auch nicht.
Auf jeden Fall stellt die PISA-Studie, wie in den vergangenen Durchgängen auch, wiedereinmal fest, dass die soziale Herkunft in Deutschland entscheidend für den Schulerfolg ist. Hier sollten die Kultusminister ansetzten und mehr Chancengleichheit in der Schule und später auch bei Ausbildungen, Lehren oder beim Studium bieten, anstatt sich jetzt über das Abschneiden Deutschlands zu streiten.