Archiv für November 2007

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Präsident der Kultusministerkonferenz fordert Ganztagsschulen

Sonntag, 25. November 2007

Der Präsident der Kultusministerkonferenz Jürgen Zöllner (SPD) hat sich für die flächendeckende Einführung von Ganztagsschulen in Deutschland ausgesprochen. Man brauche diese Schulform, «um dem breiten Leistungsspektrum der Kinder – egal inwelcher Schulart – gerecht zu werden», sagte Zöllner der «Stuttgarter Zeitung» am Samstag. Der Schulsenator von Berlin zeigte sich überzeugt, dass «die Ganztagsschule nach europäischem Vorbild in zehn Jahren auch bei uns die Regel sein wird».

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Weniger Studenten im Ländle

Sonntag, 25. November 2007

An den 70 Hochschulen des Landes sind erstmals seit acht Jahren weniger Studenten als im Vorjahr eingeschriben. Im laufenden Wintersemester hat die Anzahl der Studenten um 1,4 Prozent abgenommen.  Die Gründe dafür sind vielfälltig. So sieht Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) vor allem die kürzere Studienzeit durch die Bachelor-Studiengänge als hauptverantwortlich. Berufsakademien, die noch keinen Hochschul-Status haben, legten indes im mehr als acht Prozent zu. Die Grünen-Hochschulexperten Theresia Bauer sieht indes den Masterplan von Wissenschaftsminister Frankenberg als gescheitert an, da die steigende Nachfrage an Akademikern auf dem Arbeitsmarkt durch weniger Studenten nicht mehr gedeckt werden kann.

Auch die Studiengebühren dürften das klassische Studieren immer unattraktiver machen und so den Anstieg an Berufsakadiemien verursachen. In der Statistik des Wissenschaftsministeriums werden allerdings die Berufsakademiker nicht extra aufgeführt, sondern zu den Studenten addiert. Deshalb konnte Frankenberg in seiner Statistik 670 Erstsemsester mehr als letztes Jahr finden. Er behauptet: „Es wird immer klarer: Studiengebühren sind nicht kausal für die Entwicklung der Studierendenzahlen.“ Schönreden hilft nicht, Herr Minister!

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Bafög-Erhöhung

Sonntag, 25. November 2007

Die Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat das Bafög um 10% erhöht. So kann ein Student jetzt bis zu 643 € staatlichen Zuschuss erhalten, der wie bisher zur Hälfte ein zinsloses Darlehn ist. Zusätzlich werden die Elternfreibeträge, also der maximale Verdienst der Eltern, ohne den Bafög-Anspruch zu verlieren, um 8 Prozent angehoben. Annette Schavan spricht von einem deutlichen Zeichen an die Studenten. Auch der Finanzminister Peer Steinbrück (SPD), der sich zunächst kritisch über die zusätzlichen Ausgaben äußerte, spricht von einer „klassischen Zukunftsinvestition“.

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In Hessen müsste man leben…

Mittwoch, 14. November 2007

Am Dienstag hat die dritte Kammer des Verwaltungsgerichtes in Gießen die Universität Marburg in einem Eilverfahren zur Rückerstattung schon gezahlter Studienbeiträge verpflichtet. Dieses Urteil beruht auf Zweifeln der Verfassungsmäßigkeit der Studiengebühren in Hessen (wir berichteten).

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Portal listet Gehälter in 30 Branchen auf

Donnerstag, 8. November 2007

Düsseldorf (dpa/tmn) – Wie viel zum Beispiel ein Chemiker oder ein Wirtschaftsingenieur im Monat verdient, können Interessierte jetzt im Internet unter www.lohnspiegel.de nachschauen. Das von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung betriebene Portal listet die Gehälter in mehr als 180 Tätigkeiten aus 30 Branchen auf. Dort können angehende Arzthelferinnen etwa sehen, dass sie in Westdeutschland bis zu 1944 Euro verdienen können, in Ostdeutschland aber nur 1309 Euro.

Der Lohnspiegel informiert zudem über Gehaltsunterschiede bei Männern und Frauen sowie über die Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen. Die Daten basieren auf einer Auswertung von 52 000 Fragebögen, die Arbeitnehmer ausgefüllt haben.

Spickzettel: Auf jeden Fall eine informative und interessante Seite.

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Lehrer benoten

Donnerstag, 8. November 2007

Spickmich.de bleibt vorerst online. Auch die zweite Instanz erklärte die Seite für rechtens. Es wurde zwar noch kein Urteil gefällt, aber der vorsitzende Richter nannte die Entscheidung der ersten Instanz zutreffend. Nun muss nur noch geklärt werden, ob diese Beurteilungen manipulierbar sind. Aber wie es im Moment scheint, dürfen Lehrer auch weiterhin in Kategorien wie „motiviert“ oder „sexy“ bewertet werden.

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Kampf gegen die Studiengebühren

Donnerstag, 8. November 2007

Gute Nachrichten für einen Student aus Hessen: Er muss vorerst keine Studiengebühren bezahlen und darf trotzdem weiterstudieren. Wie kam es dazu? Die hessische Landesverfassung schreibt nach Artikel 59 vor, dass „Schulgeld“ nur bezahlt werden muss, „wenn die wirtschaftliche Lage des Schülers, seiner Eltern oder der sonst Unterhaltspflichtigen es gestattet“ und da das Verwaltungsgericht in Gießen das genauso sieht, erging ein Eilbeschluss nach dem der Student nicht ausgeschlossen werden darf. Die Universität Gießen kündigte an, vor den Verwaltungsgerichtshof in Kassel zu ziehen.

Eine endgültige Entscheidung dürfte aber erst im Frühjahr nächsten Jahres fallen, wenn die Klage der Opposition (SPD und Grüne) vor dem Staatsgerichtshof verhandelt wird. Aber ein erster Erfolg gegen die Studiengebühren ist das Urteil aus Gießen allemal.

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Preis für die einfallsreichsten Lehrer

Donnerstag, 8. November 2007

Berlin (dpa) – Für seinen Einfallsreichtum im Geschichtsunterricht ist ein Lehrerteam aus Waxweiler (Rheinland-Pfalz) mit dem ersten Preis beim Wettbewerb «Unterricht innovativ» ausgezeichnet worden. In einem fächerübergreifenden Projekt hatten die Pädagogen Siebtklässler der Waxweiler Hauptschule deren Familiengeschichte erforschen lassen, teilte der Deutsche Philologenverband am Freitag in Berlin mit. Initiatoren des Preises, der zum fünften Mal vergeben wurde, sind neben dem Philologenverband der Bundesverband der Deutschen Industrie sowie die Stiftung Industrieforschung. Die ersten drei Preise seien zusammen mit 10 000 Euro dotiert, hieß es. Zudem wurden vier Sonderpreise in Höhe von insgesamt 5500 Euro vergeben. Die Jury hatte aus 78 Unterrichtsprojekten sieben Preisträger ausgewählt.

Spickzettel:  Ob es wohl bei uns am HGG auch irgendwann einmal solche Preisträger gibt?

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Deutschlands Lehrer gehören zu den ältesten der Welt

Sonntag, 4. November 2007

Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sind in Westdeutschland rund die Hälfte der Lehrer an allgemein bildenden und beruflichen Schulen über 50 Jahre alt, in Ostdeutschland sind 45% der Lehrer über 45. Das Institut wirft den Ländern vor die Ausbildung neuer Lehrer verschlafen zu haben, weshalb es in den nächsten Jahren vor allem an weiterführenden Schulen verstärkt zu Lehrermangel kommen wird.

Von den 15.500 pensionierten Lehrern sind im Schuljahr 2005/2006 fast 30% laut „Bildungsmonitor“ wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt worden.