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Nachhilfe-Boom verschärft Chancenungleichheit

Montag, 8. Februar 2010

Bielefeld (dpa) – Der Boom bei der privaten Nachhilfe wird die Chancenungleichheit im deutschen Bildungssystem nach Einschätzung der Lehrergewerkschaft GEW nochmals verstärken. «Das ist eine dramatische Entwicklung», sagte die stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Marianne Demmer, der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Kinder aus benachteiligten Familien hätten es in Deutschland ohnehin schwerer in der Schule, sagte Demmer. Ihre Eltern könnten sie meist weniger unterstützen. Das gegliederte Schulsystem sorge zudem für eine frühe Selektion. «Die zunehmende Unterstützung durch das Elternhaus mit privater Nachhilfe, die vom Geld abhängt, verringert die Bildungsgerechtigkeit nochmals.»

Die GEW-Vertreterin mahnte: «Die individuelle Förderung ist eigentlich die Aufgabe der Schulen.» Die Kultusminister machten es sich einfach, wenn sie diese Aufgabe den Schulen zuweisen, sie aber gleichzeitig nicht mit den notwendigen personellen und materiellen Ressourcen ausstatten. «Individuelle Förderung kann man nur machen, wenn man zusätzliches Personal hat und die Lehrkräfte entsprechend ausgebildet sind», sagte die Gewerkschafterin.

Auch die Ganztagsschulen, die eigentlich dafür sorgen sollen, dass mehr Zeit für den einzelnen Schüler da ist, seien überfordert. «Die sogenannten Ganztagsschulen sind zum großen Teil keine echten Ganztagsschulen. Es sind eher Stätten der Betreuung, wo teilweise mit möglichst billigen Lösungen versucht wird, eine Betreuung sicherzustellen», kritisierte Demmer. «Das hat mit systematischer Förderung der Kinder, die es nötig hätten, nichts zu tun.» Mit den Nachhilfeinstituten entstehe ein Parallelsystem zum öffentlichen Schulwesen. «Darum müsste die Schulaufsicht auch die Aufsicht über diese Nachhilfeeinrichtungen übernehmen.»

Gespräch: Matthias Benirschke, dpa

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Gabriel fordert massiven Ausbau der Bildung

Dienstag, 2. Februar 2010

Mainz (dpa) – SPD-Chef Sigmar Gabriel hat zur Ankurbelung der Konjunktur einen massiven Ausbau der Bildung gefordert. Dies sei angesichts der Wirtschaftskrise eine «zentrale Herausforderung», sagte der Parteivorsitzende am Donnerstagabend beim Jahresempfang der Wirtschaft Rheinland-Pfalz in Mainz. Mit Blick auf die deutsche Rohstoffarmut ergänzte er: «Wer kein Gold im Boden hat, muss sich um das Gold in den Köpfen kümmern.»

Das deutsche Bildungswesen sei im Vergleich mit manchen anderen Industriestaaten unterfinanziert. Keinesfalls dürfe es ein Opfer der milliarden-schweren Steuersenkungspläne der schwarz-gelben Bundesregierung werden, mahnte Gabriel. Bei mangelnden Investitionen in die Bildung drohe ein wachsender Fachkräftemangel, der die Konjunktur zunehmend bremsen würde.

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Amokdrohung aus «Langeweile»

Sonntag, 31. Januar 2010

Windsbach (dpa) – Mit einer gekritzelten Amokdrohung hat ein 16-jähriger Schüler aus einem Gymnasium im mittelfränkischen Windsbach einen Polizeieinsatz ausgelöst. Aus «Langweile» so seine spätere Behauptung, hatte der Jugendliche in einem Unterrichtsraum den Schriftzug «Amok am 01.02.10» auf eine Stuhllehne gekritzelt. Die Schulleitung informierte die Polizei sowie die rund 1000 Schüler und deren Eltern. Am Freitagabend sei daraufhin der Täter ermittelt worden, teilte die Polizei am Samstag mit.

Der Jugendliche ist geständig und bereut sein Gekritzel inzwischen. Er habe dies «ohne ernste Absichten» gemacht. Gegen den 16-Jährigen wird nun wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt. Die Polizei appellierte an Eltern, Kinder über die Konsequenzen solcher Handlungen aufzuklären. Im September 2009 hatte im nur wenige Kilometer entfernten Ansbach ein 18-Jähriger bei einem Amoklauf acht Schüler und einen Lehrer verletzt.

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Erneut Zensur an HGG-PCs

Freitag, 15. Januar 2010

Seit einigen Tagen ist unsere Homepage sz-hgg.de an allen HGG-Computern wieder gesperrt. Die Schulleitung begründet dies mit technischen Problemen. Warum diese innerhalb von mehreren Monaten nicht gelöst werden können bleibt für uns weiterhin unklar.

Edit (26. Januar 2010): Heute konnten wir feststellen, dass unsere Homepage nicht mehr gesperrt ist.

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Amok-Drohung am Hans Grüninger Gymnasium

Mittwoch, 13. Januar 2010

Heute (13. Januar 2010) wurde vor der ersten Stunde eine Amokdrohung im Briefkasten des HGGs gefunden. Auf einem handgeschriebenem Zettel wurde ein Amoklauf für die große Pause angekündigt. Die Schule alarmierte die Polizei, welche aus mehreren Städten im Umkreis Polizisten zur Sicherung des HGGs schickten.

Nachdem die Polizei die Drohung als “nicht ernst zu nehmen” eingestuft hatte, sicherten dennoch zahlreiche Polizisten das Schulgelände. Die Schüler wurden nicht nach Hause geschickt und durften auch in der großen Pause die Klassenzimmer ganz normal verlassen. Trotzdem hatte die Schule den Mitarbeitern der LWV.Eingliederungshilfe den Betrieb des Pausenkiosks untersagt.

Nach der großen Pause schlossen die meisten Lehrer die Klassenzimmer von innen ab. In der 11:10 Pause trafen sie sich zu einer kurzen Besprechung und informierten in der darauffolgenden Stunde ihre Klasse über alles Wesentliche. So wurde beispielsweise darauf hingewiesen, dass der Täter, sofern er ausfindig gemacht werden kann, die Kosten für den Polizeieinsatz bezahlen muss, welche in einem Fall in Ulm bei etwa 100.000 € lägen. Falls der Urheber der Drohung minderjährig sei müssten dessen Eltern diesen Betrag bezahlen. Außerdem würde die Polizei den Täter auf jeden Fall strafrechtlich verfolgen.

In der letzten Stunde wies Herr Linse in einer Durchsage unter anderem darauf hin, dass Mitwisser den Urheber des Textes der Polizei oder einem Lehrer melden sollten.

Auf Anfrage sagte uns ein Polizist, dass die Aufklärung des Falls wahrscheinlich sei und die Untersuchung des Drohbriefs von Experten in Ludwigsburg schon begonnen hatte.

Eine Lehrerin sagte uns, dass die Vermutung bestehe, eine Schülerin oder ein Schüler aus der 9. Klasse hätte die Drohung verfasst. Dort fand nämlich in der 3. Stunde eine Klassenarbeit statt. Einige SchülerInnen fragten nach ob diese nach der Amokdrohung überhaupt stattfinden würde. Außerdem fehlte bei der Arbeit eine Schülerin/ein Schüler die/der zuvor anwesend war.
Edit: Dieser Fall klärte sich auf, da der Schüler eine Arbeit nachschreiben musste (die Klasse schrieb keine Arbeit in der 3. Stunde) und deshlab nach der großen Pause nicht im Unterricht war.

Durch diese Drohung wurden wieder einige Sicherheitslücken am HGG sichtbar. So stellte man beispielsweise fest, dass sich das Türschloss eines Klassenzimmers von innen nicht abschließen ließ. Im Ernstfall wäre eine solche Panne lebensgefährlich für Schüler und Lehrer.

Anmerkung der Redaktion: Am Mittwoch bekamen wir unter anderem von Lehrern Falschinformationen. Nach einem Gespräch mit unserem Schulleiter (Herr Linse) haben wir diese Punkte nun verbessert.

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Jetzt kann Weihnachten kommen…

Dienstag, 22. Dezember 2009

Nachdem wir nun alle den letzten Schultag im Jahr 2009 hinter uns gebracht haben sind wir nun bereit, und die meisten von uns auch ziemlich reif, für die wohlverdienten Weihnachtsferien.

In den letzten Tagen konnten wir uns über den guten Verkauf des Spickzettels freuen. 220 Schülerzeitungen wurden bis auf ein paar Restexemplare fürs Archiv innerhalb von 3 Tagen verkauft. Die Restexemplare werden wir dann in ein paar Jahren für viel Geld auf Ebay versteigern. :)

Heute war dann also, wie schon gesagt, der letzte Tag vor den Weihnachtsferien. In der ein oder anderen Klasse wurde gewichtelt. In manchen wurden die frisch bekommenen Geschenke gleich mehr oder weniger sinnvoll eingesetzt und in wenigen weitern wurde sogar mit dem neu bekommenen Wichtelgeschenk angestoßen – mit was wollen wir lieber nicht verraten. ;)

Aber lange Rede, kurzer Sinn.
Wir wünchen euch allen erholsame Ferien, schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Eure Redaktion des Spickzettels

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SZ Live: Frisch vom Druck

Dienstag, 15. Dezember 2009

Es ist jetzt exakt 22.00 Uhr und in genau 11 Stunden und 15 Minuten könnt ihr euch den neuen Spickzettel kaufen.

Hier seht ihr Bilder von der ungeheuer groß scheinenden Auflage:

Boden
Man sieht den Boden vor lauter Spickzetteln nicht mehr…
Kartonhaltung

wieviele Kartons, vollbeladen mit Schülerzeitungen, müssen es wohl sein?

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Exklusiver Einblick in unsere neue Ausgabe

Montag, 7. Dezember 2009

Am 16.Dezember 2009 erscheint die 18.Ausgabe des Spickzettels.
Alle Neugierigen bekommen schon einmal einen exlusiven Einblick in die neue Ausgabe. Einblick SZ18

Dieses mal haben wir unter andem folgenden Themen am Start:

  • G8 – Die Schule stöhnt, die Regierung lacht
  • Der Mitschreiber
  • Alles über unsere Mensa
  • Umfrage zur Mediennutzung und zu Parteien
  • Lehrerinterview mit Frau Partisch
  • Maja-Aktuell: Chaos over Mensa

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Schule sperrt unseren Blog

Donnerstag, 12. November 2009

Vor einigen Wochen wurde am HGG der neue Internetfilter “TIME for Kids – Schulfilter Plus” installiert.
Mit diesem Filter werden an allen Schul-PCs Seiten im Internet zensiert. Betroffen sind vorallem Spielseiten und Netzwerke wie Facebook, Kwick, SchülerVZ ect.
Leider sperrt dieser Filter auch alle WordPress Blogs, weshalb auch die Schülerzeitungshomepage in der Schule nicht mehr erreichbar ist.

Mehr zum neuen Schulfilter findet ihr in unserer 18.Ausgabe die vorraussichtlich Anfang Dezember erscheint.

Zensur SZ HGG

Zensur SZ HGG

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Jeder fünfte Lehrer leidet unter Burnout

Montag, 2. November 2009

Burnout entwickelt sich zur Berufskrankheit von Lehrern: Jeder fünfte Pädagoge in Deutschland leidet unter Symptomen wie depressiven Verstimmungen oder
Schlafstörungen. Das berichtet die in Stuttgart erscheinende Fachzeitschrift «PiD – Psychotherapie im Dialog» (Ausgabe 3/2009).

Pädagogen arbeiten dem Bericht zufolge im Schnitt 51 Stunden in der Woche. Etwa jeder vierte Lehrer klage darüber, dass er sich
erschöpft fühlt. Neben dem Stress sorgten aber auch die Umstände in der Schule dafür, dass manche Lehrer ausgebrannt sind: So seien sie
neuerdings in hohem Maße Beleidigungen und sogar Gewalt von Schülern ausgesetzt, erläutert Prof. Joachim Bauer vom Universitätsklinikum
Freiburg in der Fachzeitschrift.

Gefährdet seien vor allem Lehrer, die sich mit dem Beruf «überidentifizieren»: Sie verausgaben sich, erhielten dafür aber keine Anerkennung. So gehe einem akuten Burnout meist ein «Kränkungsereignis» voraus, etwa ein schwerer Konflikt zwischen
Lehrer und Schülern oder zwischen Lehrer und Eltern, erklärt Bauer.